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Warum tragen??

Menschenbabys sind Traglinge, zu früh geborene Nestflüchter.
Tragen ist die natürlichste Form ein Menschenbaby zu transportieren.
 Ein Menschenjunges wird etwa 10 Monate zu früh geboren und so ist der Platz eines Babys nach der Geburt auf dem Körper seiner Eltern bis es in der Lage ist sich selber fortzubewegen, ihnen aus eigener Kraft zu folgen.

Ein Menschenbaby hat bereits bei der Geburt die Erwartung getragen zu werden, sein Körper ruft geradezu danach. Da sind Greif- und Klammerreflex mit dem das Baby sich am Körper seiner Mutter halten möchte und die Anhock-Spreiz-Haltung die ein Baby automatisch einnimt wenn es angehoben wird und mit dem es signalisiert "Mein Platz ist an deinem Körper".

(…) Jedes Nervenende unter seiner erstmals bloß gelegten Haut fiebert der erwarteten Umarmung entgegen; sein ganzes Sein, das Wesen all dessen, was es ist, zielt darauf, dass es auf Armen getragen wird. Jahrmillionen hindurch sind Neugeborene von Augenblick der Geburt an eng  an ihre Mutter gehalten worden (…)
(aus "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" - Jean Liedloff)



Aber Tragen ist nicht nur einfach natürlich, es hat zudem auch viele positive Effekte z.B.:

- Tragen gibt dem Baby Geborgenheit, Sicherheit und körperliche Nähe die es braucht

- Tragen vermittelt dem Baby ein Gefühl wie im Uterus und "verlängert somit die Schwangerschaft" und hilft dem Baby auf dieser Welt anzukommen.

- Tragen entspricht der kindlichen Anatomie

- Tragen fördert die optimale Entwicklung der kindlichen Hüfte und Wirbelsäule

- Tragen wirkt sich positiv auf den kindlichen Muskeltonus, die Atmung und den Herzschlag aus.

- Tragen unterstützt die Eltern-Kind-Bindung (Bonding)

- Tragen stärkt das Urvertrauen und schafft Selbstvertrauen

- Tragen unterstützt die Stillbeziehung

- Das Baby kann am Alltag der Familie teilnehmen ohne immer im Mittelpunkt zu stehen

- Tragen verschafft Mobilität

- Tragen macht Hände und Kopf frei

- Tragen spart Geld



(…) Jemand kommt und hebt es sacht in die Höhe. Das Baby lebt auf. Jetzt fühlt es sich am richtigen Platz… alle durchlittene Todesangst ist nicht mehr existent. Es ruht in den umschließenden Armen (…)
(aus "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück"  - Jean Liedloff)

SIE KÖNNEN IHR BABY NICHT VERWÖHNEN!

Ihr Baby weiß nicht, dass es nicht in Lebensgefahr ist wenn es alleine in seinem Zimmer oder in seiner Wiege liegt,  Sein Instinkt sagt ihm, dass "Alleinesein" Lebensgefahr bedeutet.

Das Menschenbaby braucht ihre Nähe, ihren Körperkontakt, es muss sie sehen, hören, riechen und schmecken um sich wirklich sicher zu fühlen.

"Sieh nur die Sterne,
so klein und so weit.
Sie stehen still,
doch so schnell geht die Zeit.
Bald bist du groß,
und kannst alles allein,
aber bis dann schläfst
du hier bei mir ein."
Rolf Zuckowski